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Ma’rib – traces of stones

30 Minuten - 35mm - Deutschland/Jemen 2008

Ein Dokumentarfilm von Rainer Komers

Kamera

Ma'rib

 

 

 

Kontakt


Festivals

Big Sky Documentary Film Festival, Missoula/USA - Internationale Kurzfilmtage Oberhausen - FeScanCor, Santiago de Chile - Planet in Focus, Toronto - Dok Leipzig - Invideo, Milano - Copenhagen International Documentary Film Festival - Festival Dei Popoli, Firenze - Blicke aus dem Ruhrgebiet, Bochum - Camerimage, Łodz


Synopsis

Ma’rib is the second installation in a tetralogy examining destroyed cities. Each film is connected to one of the four elements. Ma’rib is "earth" in the form of sand, soil, and stone. The city is situated 150 km east of Yemen's capital, where the mountains meet the Rhub al-Khali desert. 4000 Diesel pumps irrigate the oasis and a new power station will supply mass electricity. Without dialogue or narration, the film's stark offering of particular habits, rhythms, and gestures of a rugged country constantly zigzags between sociological observation and sudden poetry.

Big Sky Documentary Film Festival Missoula, catalogue

 

Kommentare

Ma’rib is a wordless trip to the city of the same name in Yemen, which lies side by side with the ruins of its Sabaean forerunner from antiquity. The desert dust wraps the archaeologists, craftsmen and farmers in a mystical veil, which the editing and the virtuous pictures transform into a real documentary fresco.

Copenhagen International Documentary Film Festival, catalogue

 

Szenen, in denen vor allem Dinge zu sehen sind: Die Wüste, das Getreide, Arbeitsgeräte, Bewässerungswege. Komers zeigt Dinge nicht nur, er geht ihnen nach, dem Weg des Wassers und des Getreides durch verschiedene Stationen und Hände. So erzählen die Bilder, wie die gegebenen landschaftlichen Bedingungen das Leben mitbestimmen. Wie Felder, viel karger als hierzulande, der Wüste mit großer Anstrengung abgetrotzt werden müssen. Bilder, die einem ein Gefühl dafür zurückgeben, was das Sehen mit Achtung und Respekt zu tun hat. Arbeit, die Alltagsarbeit der Menschen, ist aus den hiesigen Bildwelten so gut wie verschwunden.

Michael Girke

 

Die historische und politische Betrachtung konnte der Rezensent diesmal selbst bei Ma’rib nicht ausschalten, der neuen herausragenden Bild- und Tonkomposition Rainer Komers’ über die jemenitische Stadt auf den Ruinen der alten Hauptstadt Sabas, in der die Frauen Burkas und die Männer Gewehre tragen. Freilich, wer dem Zuschauer ein Gefühl vermitteln kann, in einen völlig fremden Ort so einzutauchen, ist sicher auch ein wenig politisch, aber auf die demokratischste Art und Weise, weil er zunächst vor allem ein großartiges Filmerlebnis anbietet, auf dessen Basis er dem Zuschauer gestattet, sich ein völlig eigenes Bild zu entwickeln.

Carsten Tritt, Schnitt